Design Thinking – Mit Methode komplexe Aufgaben lösen und neue Ideen entwickeln

Gute Ideen sind kein Zufall. Als neue kreative Methode zur Innovationsentwicklung gilt Design Thinking. Dieser Ansatz wird erfolgreich von vielen Unternehmen verwendet, um neue Produkte oder Services zu entwickeln. Design Thinking setzt auf interdisziplinäre Teams, Visualisierung und klar umrissene Schritte zur Ideenfindung – und bleibt dabei ganz flexibel.

Charakteristisches Merkmal ist ein sechsstufiger, iterativer Prozessablauf, der stets ergebnisoffen zu gestalten ist. Das hat den Vorteil, dass neue Erkenntnisse zu jeder Zeit integriert werden können. Es gilt der Grundsatz, dass erfolgreiche Innovationen nur an der Schnittstelle zwischen Mensch, Technologie und Wirtschaft entstehen können. Der Mensch, ob Projektteilnehmer, Kunde oder Verbraucher, steht hierbei mit seinen spezifischen Bedürfnissen stets im Mittelpunkt der Betrachtung.

MIT 6 SCHRITTEN ZUM ERFOLG!

Die folgende Kurzbeschreibung des Design Thinking-Prozesses basiert auf den Erkenntnissen des Hasso-Plattner-Instituts (Stanford und Potsdam) und teilt sich in die Phasen Problemanalyse und Lösungsfindung auf.

Zu jedem Schritt des Design Thinking Prozesses gehören bestimmte Methoden. Diese erwecken die sechs Phasen des Design Thinkings erst richtig zum Leben.

 

PROBLEMANALYSE

  1. Verständnis: Im Team ein gemeinsames Verständnis für die Ausgangslage erarbeiten und anschließend eine zentrale Fragestellung festlegen!
     
  2. Erkundung: Die Zielgruppe durch Interviews und Beobachtung erforschen und Knowledge Base schaffen!
     
  3. Synthese (Standpunkt definieren): Aus der Vielzahl der gesammelten Informationen die wichtigsten Erkenntnisse herausgreifen, qualifiziert analysieren und die Design Challenge dahingehend anpassen!

LÖSUNGSFINDUNG

  1. Ideen finden: Eine Vielzahl von Lösungsansätzen entwickeln, diese im Anschluss bündeln und als Ergebnis eine Leitidee identifizieren!
     
  2. Prototyp entwickeln: Leitidee beispielsweise in Form von physischen Objekten, Rollenspielen oder auch Videos ausarbeiten und damit für den Nutzer erlebbar darstellen!
     
  3. Testen: Den Prototyp gemeinsam mit Nutzern prüfen. Feedback einholen bezüglich der Erfüllung der Bedürfnisse des Nutzers und auf die Stärken und Schwächen des Prototyps.

Zu diesem Vorgehen gehört vor allem auch die richtige Haltung, die im Wesentlichen durch folgende Merkmale gekennzeichnet ist:

  • Siehe jedes Problem als Chance, etwas Positives zu gestalten, dazu gehört auch der Mut, Fehler zu machen und vollkommen unkonventionelle Gedanken zuzulassen.
  • Erst das Problem verstehen, dann Lösungen entwickeln.
  • Der Kunde steht im Fokus.
  • Fertig sind wir, wenn wir erfolgsversprechende Ideen implementiert haben

 

EINSATZGEBIETE DESIGN THINKING

Design Thinking bietet durch seine offene, kreative und gleichzeitig systematische Herangehensweise eine strukturiertes Vorgehensmodell für unterschiedliche Fragestellungen/Problembereiche und findet daher in vielen Bereichen Anwendung. Diese reichen von der Frage, warum Kunden ausbleiben, über die Entwicklung neuer Services. Im Zuge von Veränderungen bietet Design Thinking in eine geeignete Methode, um neue Produkte, Services und Geschäftsmodelle zu entwickeln.

 

VORTEILE

  • Der Prozess ist leicht verständlich.
  • Dritte Parteien können den Fortschritt der Entwicklung anhand von Prototypen gut nachverfolgen.
  • Die Endkunden werden durch Beobachtung, Tests und Endkundenrollen (sog. „Personas“) stark in die Entwicklung einbezogen.
  • Design Thinking fördert das Verständnis für eine positive Fehlerkultur.
  • Sowohl Problemstellung als auch mögliche Lösungsvarianten werden ganzheitlich betrachtet.
  • Die Offenheit der Methode gibt Raum für neue Ideen sowie bisher unbekannte und ungewohnte Lösungsansätze.
  • Design Thinking fördert die Intuition der Beteiligten.