Im Februar hatte ich Geburtstag…48 Jahre. Da begegnete mir nun schon das ein oder andere Mal die Frage – und, schon Schiss vor der 50!?

Sollte ich jetzt an mir selber zweifeln und meinen Kopf in den Sand stecken? Nein, obwohl das eine originelle Methode wäre, um meine ersten grauen Haare zu verstecken. Aber, warum sollte ich mich verstecken!?

Ich finde, jetzt geht der Spaß erst richtig los. Denn Jammern ist für mich keine Option. Ok, der Stoffwechsel lässt rapide nach, nach einer durchfeierten Nacht brauche ich gleich zwei Tage zur Regeneration, mein Frauenarzt mir sagt „Hormonell sind Sie auch nicht mehr die frischeste“ und ich nach einem anstrengenden Arbeitstag dann doch meist das Sofa dem Fitnessstudio vorziehe heißt das nicht, dass das Leben vorbei ist.

Weißt Du Dein wunderbares Alter zu schätzen?

Hier kommt mein Plädoyer für mehr Selbstironie statt Selbstmitleid.

Wenn wir unsere magische Grenze zur 50 (bei manchen ist diese auch schon bei 30) näherkommen, gibt es exakt zwei Möglichkeiten: Entweder wir wagen Hals über Kopf den Sprung in ein glückliches, selbstbestimmtes Leben voller Chancen, Abenteuer und Lebenslust. Oder wir lassen uns von der Zahl mächtig aus der Bahn werfen, versinken in Selbstmitleid, altern ohne Würde und vor allem mit wenig Spaß. Autsch! Hier müssen wir keine Hellseher sein, um vorherzusagen, welche der beiden Optionen die deutlich spaßigere Variante ist.

Also, rein ins Vergnügen

Denn, es gibt eine unschlagbare Waffe gegen das Voranschreiten Eures Alters, und die heißt HUMOR. So einfach so einfach ist das. Ihr braucht weder 3-D-Anti-Aging-Cremes noch Power-Drinks. Alles was ihr braucht ist Niveau (und das ist keine Creme) und das Talent, humorvoll zu sein. Das könnt Ihr nicht kaufen, aber lernen und ich zeig Euch wie das geht. Denn schon ein kleines Fünkchen Selbstironie kann ausreichen, Euch zum Strahlen zu bringen. Das Humor unglaublich attraktiv macht, ist übrigens wissenschaftlich bewiesen.

Was Ihr also braucht sind keine weiteren Selbstoptimierungstipps, sondern schlicht, mehr Mut zur Selbstironie.

Wer bislang nicht sonderlich gut darin war, sich selbst auf die Schippe zu nehmen, der darf sich auf einen ordentlichen Lernprozess freuen. Denn nochmal, Ihr habt zwei Optionen: Im Selbstmitleid versinken oder Ihr lernt ein Mindestmaß an Humor aufzubringen. Also für mich ist die Wahl einfach.

Jetzt muss ich zugeben, dass ich Selbstironie in die Wiege gelegt bekommen habe und je früher man sich darin übt desto besser gelingt es. Doch, es ist nie zu spät für einen neuen ersten Schritt. Und auch Ihr habt das quasi schon im Blut. Erinnert Euch mal zurück, für Fehler, die Euch mit Anfang 20 noch totpeinlich waren, habt Ihr in den darauffolgenden Jahren gelernt auf diese entspannter zu reagieren. Über Fehler, die Ihr mit Anfang 20 total ernst genommen habt, lacht Ihr heute. Ich habe nun, mit 48 Jahren eine Gelassenheit entwickelt, dass ich mich über etwas was schief läuft meist nur köstlich amüsieren kann.

Mit Anfang 20 Jahren dachten ich noch, mein ganzes Leben gehe bei einem Versagen den Bach runter oder ich habe mir gewünscht unsichtbar zu sein. Heute habe ich die Gewissheit, dass es weitergeht. Auch bei mir stellt sich die Frage nicht, ob ich ein weiteres Mal scheitern werde, sondern lediglich wie ich darauf reagieren werde. Denn eins ist klar, wir können äußere Situationen nicht beeinflussen, sondern nur die Art und Weise wie wir damit umgehen, bzw. darauf reagieren. Aus meiner Erfahrung kann ich Euch sagen: Mit einer ordentlichen Portion Humor reagiert es sich immer besser (fast immer)!

Selbstironie bedeutet übrigens nicht, alles ins Lächerliche zu ziehen, sich und andere nicht mehr ernst zu nehmen oder über unser Verhalten nicht mehr zu reflektieren um es in Zukunft anders, bzw. besser zu machen. Ihr sollt die Fähigkeit entwickeln, Euer Leben durch die humorvolle Brille zu betrachten. Wir dürfen uns vom zunehmenden Alter oder von den ersten Fältchen oder grauen Haaren den Spaß nicht verderben lassen. Größe 38 passt plötzlich (also über Nacht) nicht mehr? Mal wieder in ein Fettnäpfchen getreten? Einen Korb bekommen?

NA UND?

Alles hat seine Vorteile, man muss sie nur finden.

Ich nutze mein Alter, bzw. meiner Erfahrung als Material für schöne und humorvolle Geschichten. Hier in meinem Blog, in meinen Seminaren, Coachings oder auch nur um Freunde zum Lachen zu bringen. Andere daran teilhaben zu lassen macht nicht nur attraktiv, sondern auch glücklich. Warum sollten wir also so tun als wären wir perfekt und somit vielleicht unnahbar und unsympathisch, wenn wir auch lustig und somit sympathisch sein können? Warum sollten wir uns ständig vergleichen, z.B. mit Freunden die sich für ein klassisches Lebensmodell (Familie) entschieden haben, wenn wir uns doch schon vor Jahren (bei mir mit 16 Jahren) für einen ganz anderes Lebensmodell entschieden haben? Wer sagt, dass nicht genau diese Freunde sich nicht auch hin und wieder alles hinterfragen und nur deshalb glücklich sind, weil gelernt haben über sich selbst zu lachen?

Ich bin schon vielen Menschen im Leben begegnet, die ganz unterschiedliche Lebenswege gegangen sind und sich ALLE immer wieder hinterfragen. Die Frage ist nur, in welcher Art und Weise tun wir das? Mit Humor oder ohne?

Was also könnt Ihr tun? Ihr solltet aufhören, Euch zu vergleichen oder Euer Glück von absurden Schönheitsidealen abhängig zu machen. Menschen die älter werden, bekommen Fältchen, graue Haare, Cellulitis und manchmal ein paar Kilos zu viel auf den Hüften.

So what? That´s Life!

Wenn jeder ein bisschen mehr über sich selber lacht und das auch anderen erlaubt, dann lachen wir am Ende gemeinsam und kommen aus dem Lachen nicht mehr raus. Und genau so sollte es sein, denn glücklich zu sein ist das schönste Make-up.

Ich wünsche Euch einen humorvollen Tag
Eure Martina

P.S. Hier noch ein paar schlagende Argumente:

  • Was alles passiert, wenn wir lachen
  • Lachen ist effektives Muskeltraining. Allein im Gesicht werden rund 20 Muskeln aktiv, im gesamten Körper sind es etwa 80.
  • Die Nasenlöcher weiten sich, die Bronchien ebenso, die Lungenfunktion wird gefördert.
  • Die Durchblutung steigt, der Körper produziert verstärkt Glückshormone. Stresshormone und Entzündungsproteine dagegen werden abgebaut.
  • Laut US-amerikanischen Studien aktiviert Lachen sogar die für die Immunabwehr wichtigen Killerzellen – und reduziert damit die Krankheitsanfälligkeit.